Der internationale typografische Stil bei Plakaten

Plakate unterlagen in der Vergangenheit einem anhaltenden Wandel. Auch wenn sie schon früh von Seiten der Unternehmen als Werbemittel erkannt wurden, unterlagen sie auch immer wieder künstlerischen Einflüssen. Lange Zeit waren es vor allem Künstler, die für die Gestaltung der Plakate zuständig waren. Sie haben aus ihnen wahre Kunstwerke erschaffen, die von unterschiedlichsten Stilen geprägt wurden. Auf diesem Weg unterlag vor allem die Gestaltung stetigen Veränderungen. Immer wieder wurde die Plakatgestaltung im Laufe der Jahrzehnte von unterschiedlichen Facetten dominiert. So wirkte sich beispielsweise auch der Bauhausstil auf die Plakatgestaltung aus. Im Zuge dessen begannen die Kreativen damit, sich bei der Gestaltung von Plakate auf wenige Elemente zu konzentrieren. Ein wenig anders gestaltet sich das Bild nach dem Zweiten Weltkrieg. Als einer der wichtigsten Plakatstile dieser Zeit gilt der internationale typografische Stil. Er konnte sich in vielen Ländern in den Nachkriegsjahrzehnten zum wichtigen Element entwickeln.

Der Swiss Style

Für den internationalen typografischen Stil setzten sich sehr unterschiedliche Bezeichnungen durch. So machte sich dieser sowohl als internationaler Schweizer Stil und auch als Swiss Style einen Namen. Seine Ursprünge findet dieser Stil vor allem in der Schweiz. In den Nachkriegsjahrzehnten wurde die Schweiz durch drei unterschiedliche Sprachen geprägt, sodass sich an den DesignSchulen in Basel und Zürich schließlich ein grafischer Stil etablieren konnte, der den Anforderungen, die mit der Globalisierung einhergehen, gerecht werden konnte. Ziel war es, mit dem Stil eine supranationale Identität zu schaffen, die vor allem bei überstaatlich agierenden Firmen und Organisationen erforderlich war. Um dies zu erreichen, musste ein System entwickelt werden, das mit allgemein verständlichen Worten und Zeichen auskommt.

Strenge Kompositionsregeln

Sehr schnell zeichnete sich der Schweizer Stil vor allem durch sehr strenge Kompositionsregeln aus. Als Grundlage dieses Stils dienten vor allem verschiedene mathematische Raster. Bei dem Schweizer Stil wurden bevorzugt die verschiedensten Schwarz-Weiß-Fotografien verwendet. Zunehmend wurde bei der Gestaltung von Plakaten auf verschiedene Illustrationen verzichtet. Gleichzeitig setzten sich im Schweizer Stil aber auch starke typografische Elemente durch. So entstanden zum Teil vollkommen neue Schriften, die lange Zeit gänzlich unbekannt waren. Im Schweizer Stil wurde so beispielsweise auch die Schrift Helvetica aus der Taufe gehoben. Sie wurde offiziell 1957 eingeführt. Auch in den USA konnte sich der Schweizer Stil schließlich durchsetzen. Das Zentrum war die Yale School of Design. Sie verfügte über eine enge Verbindung zu der Design-Schule in Basel. Der Swiss Style verlor schließlich erst in den 1970er- und 80er-Jahren an Bedeutung.

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