Neues Papier eignet sich für Werbeposter

Forschern aus Taiwan ist es gelungen ein neues Papier zu entwickeln, das mehrfach bedruckt werden kann. Das elektronische Papier könnte künftig in verschiedenen Bereichen Anwendung finden. Ein Anwendungsbereich könnten Werbeposter sein. Da das elektronische Papier mehrfach bedruckt werden und darüber hinaus auch in punkto Farbe Flexibilität vermitteln kann, könnte es bei der Gestaltung von Werbepostern für innovative Ideen sorgen. Doch nicht nur Werbepostern könnte das neue Papier zum Einsatz kommen. Auch großformatige Plakate oder Alltagsutensilien wie Fahrkarten könnten künftig auf diesem Papier umgesetzt werden. Das wiederbedruckbare Papier wurde von Wissenschaftlern des taiwanesischen  Industrial Technology Research Institute entwickelt. Wie die Forscher erklärten, wird das Papier mit Hitze beschrieben. Die Löschung der Beschriftung erfolgt schließlich durch Strom.

E-Paper kann 260 Mal bedruckt werden

Das E-Paper, das künftig für Werbeposter zur Hand genommen werden könnte, hat es in sich. Nach Angaben der Entwickler kann es insgesamt 260 Mal bedruckt werden. Da das neue Papier noch sehr jung ist, gilt es jedoch bislang noch als zu teuer. Darüber hinaus ist es mit Blick auf die Leistungsfähigkeit noch nicht ausgereift. Die Herstellung von einem i2R-Blatt im A4-Format schlägt derzeit noch mit rund 60 Taiwan-Dollar zu Buche. Umgerechnet ergibt sich ein Preis von knapp 1,50 Euro. Nach den Plänen der Wissenschaftler könnte es künftig auch als Bildschirm bei E-Book-Readern eingesetzt werden. Hierfür reicht die Leistungsfähigkeit bislang jedoch nicht aus. So ist die Wiederbeschriftung von 260 Mal für diesen Einsatzbereich bislang noch zu gering. Trotzdem ist eine breitflächige Anwendung des Papiers in Zukunft nicht unwahrscheinlich. Die Forscher betonten bei der Vorstellung des E-Papers, dass sie dieses weiterentwickeln möchten. Mit einer Marktreife kann bei dem neuen elektronischen Papier möglicherweise in rund zwei Jahren gerechnet werden.

Hitze zum Bedrucken

Für das Bedrucken des Papiers bedienen sich die Forscher an Hitze. Insgesamt ist bei dem i2R E-Paper eine Temperatur von 86 Grad Celsius erforderlich. Für das Bedrucken kommt ein herkömmlicher Thermodruckkopf zum Einsatz. Diese Druckköpfe wurden bislang beispielsweise in Faxgeräten eingesetzt. Sobald elektrische Spannung an das Papier angelegt wird, verschwinden alle Inhalte, die dort positioniert wurden, wieder. Die Wissenschaftler betonten, dass die cholesterische Flüssigkristallanzeige mit entscheidenden Vorteilen gegenüber aktuellen Displays einhergeht. So ist bei dieser Anzeige eine Hintergrundbeleuchtung nicht erforderlich. Demnach bleiben die Inhalte auch dann erhalten, wenn keine Stromzufuhr vorhanden ist. Darüber hinaus ist bei dem E-Paper auch eine farbige Bedruckung möglich. Dieser Aspekt macht das neue Papier in jedem Fall für den Einsatz bei Werbepostern interessant.

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